Dienstag, 13. Februar 2018

Trainingsalltag und nochmal Paris

Auch diese Woche mit Verspätung.
Die letzte Woche war, von Dienstag an, wenig spektakulär. Mittwochabend haben ich und Betka an unserem Compo-Duett gearbeitet, Trampolinstunden waren gut, Handstand so mittel, Akro mal gut mal schlecht. Wirklich viel gibt es gar nicht zu sagen.
Aber mein Wochenende war mal schon wieder sehr aufregend.
Ich war nämlich schon wieder in Paris. Zusammen mit Kira, Jessica, Carina und Dries bin ich am Samstag ins Auto geklettert. Es war voll gestopft und wir hatten 4,5 Stunden auf- und übereinanderliegen. Carina und ich haben beide Kuchen gebacken und auch ansonsten gab es mehr als genug Verpflegung, die Autofahrt bestand also hauptsächlich aus quatschen und essen. Es ist übrigens echt teuer in Frankreich - 2x mussten wir 16€ Maut auf der Autobahn abdrücken und das Parkhaus beim Theater hat nochmal 15€ gekostet für ca. 4 Stunden. Naja, angekommen in Paris hatten wir noch ein bisschen Zeit, die wir verbracht haben in verschiedenen Musikgeschäften (das fand Dries besonders interessant), einem Buchladen (das fand vor allem ich interessant) und dem Bistro-Zelt auf dem Gelände. Da haben wir übrigens auch Dries' Papa und Schwester getroffen und mit denen gequatscht. Dann haben wir uns die Show des letzten Abschlussjahrgangs von CNAC (Centre National des Arts du Cirque) angesehen. Einen kurzen Trailer gibt es hier. Die Show war wirklich sehenswert. Natürlich hatte sie ihre Längen und Momente, die man hätte weglassen hätte können. Aber bei jeder Schulshow gibt es natürlich immer das Problem, dass man allen Leuten und ihren Disziplinen einen Platz geben muss. Man baut also eigentlich die Show um die Leute. Normalweise hat man ein Konzept für das man sich dann die Leute aussucht. Das Konzept der Show war auf jeden Fall super. Es gab 3 Plattformen die von der Decke hingen. Die konnten auf verschiedenen Höhen hängen, schwingen, gedreht werden, Teile des Bodens rausgenommen, miteinander verbunden, die Aufhängepunkte geändert,....
Es war insgesamt toll, aber ein paar Momente waren wirklich hervorragend. Das waren interessanterweise meistens die, in denen gar keine Technik gezeigt wurde, sondern nur mit der Atmosphäre und den Möglichkeiten sich zu bewegen gespielt wurde. Aber ich bin froh, mir das angesehen zu haben. Es lohnt sich immer verschiedenste Shows anzusehen. 
Nach der Show ging es wieder ins Auto. Nochmal 2 Stunden, in denen wir die Zeit mit verschiedenen Spielen totgeschlagen haben. Dann kamen wir an in der Nähe von Gent, wo Dries herkommt. Da durften wir alle nämlich übernachten. 
Und weil seine Schwester in der vorigen Woche 18 geworden ist und für Sonntag Verwandtschaft eingeladen war, sind wir sozusagen als Überraschungsgäste auch geblieben - nicht ganz uneigennützig. Es gab nämlich jede Menge guten Kuchen und andere Leckereien. Außerdem haben wir den Tag genutzt zum Spazierengehen, Lämmer bewundern, Putzen helfen, Sonne genießen. Das war wirklich wirklich schön. Jedes Mal wenn ich nicht in Rotterdam bin merke ich, wie wenig ich die Stadt mag :P Ich bin halt doch ein Dorfkind. Aber einfach draußen mit Gummistiefeln durch Pfützen zu hüpfen macht unglaublich viel Spaß. Am Abend sind wir dann (natürlich viel später als ursprünglich geplant) zurück nach Rotterdam gefahren. Und weil Dries' Mama uns Verpflegung für Montag mit gegeben hat musste ich abends nicht mal kochen, sondern konnte direkt ins Bett fallen. Wirklich ein schönes Wochenende!
Jetzt geht der Schulalltag weiter und die nächsten Ferien stehen auch schon vor der Tür.

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