Dienstag, 6. Februar 2018

Copy Acts, LMA Test und Cirque de Demain

Etwas später als sonst hier mein wöchentlicher Bericht. Grund für die Verzögerung: so viel zu tun!
Die Woche an sich war gar nicht schlecht, Trainingstechnisch gesehen. Auf dem Trampolin habe ich Fortschritte gemacht, in Akro lief es auch ganz gut und Handstand war immerhin an einem Tag ganz gut.
Zusätzlich zu den normalen Geschehnissen einer Woche kam, dass wir am Dienstag unsere Copy Acts zeigen mussten. Das war ein Assignment (=Aufgabenstellung) im Rahmen unserer Tanzstunden. Wir mussten ein Video aussuchen, das einen Act eines Zirkuskünstlers zeigt, der ebenfalls unsere Disziplin macht; in meinem Fall Acro Dance. Es ging darum die Bewegungsqualität erst zu analysieren, anhand der Laban Movement Analysis (LMA) und anschließend das ganze zu kopieren. Diese Analysemethode wurde entwickelt von Rudolph von Laban - wer sich dafür interessiert findet den Wikipediaartikel verlinkt. Ihm ging es darum die Bewegungen von Tänzern theoretisch erfassen zu können und gleichzeitig den Tänzern eine Möglichkeit in die Hand zu geben, wie sie sich ihrer verschiedenen Bewegungsmuster bewusst werden können und aus diesen ausbrechen. Wir mussten das ganze also auf Zirkus übertragen.
Den Act den ich gewählt habe wurde von Clotaire Fouchereau im Jahr 2016 als sein Abschlussact von der Zirkusschule CNAC performt. Hier gibt es das Video zu sehen. Von meinem Auftritt gibt es leider kein Video, aber ich denke es ist ganz gut gelaufen.
Nachdem das also geschafft war stand am Mittwoch als nächstes der theoretische Test für LMA an. Ich habe nicht wirklich dafür gelernt, aber mir immerhin am Sonntag davor unseren Reader einmal durchgelesen und am Mittwoch die Mittagspause noch genutzt. Der Test war aber richtig einfach - ich weiß zwar meine Note noch nicht, die kriege ich erst diese Woche, aber ich bin mir sehr sicher, dass ich bestanden habe.
Der Rest der Woche war dann wieder ganz gewöhnlich, bis zum Wochenende.
Da ging es nämlich für einen Großteil der Schule mit dem Bus nach Paris, zum Festival Mondial du Cirque de Demain (Weltfestival des Zirkus von Morgen). Die Schule hat uns, wie auch schon im Vorjahr, den Bus gezahlt, sodass für uns nur noch die Eintrittskarten an Kosten anfielen.
Am Samstagmorgen um 5:30 war Treffpunkt am Hauptbahnhof in Rotterdam, also habe ich mich um 5:00 (meine liebste Zeit) aufs Rad geschwungen. Durch eine glückliche Fügung kam es dazu, dass ich im Bus 2 Sitze für mich hatte und immerhin ein bisschen schlafen konnte.
In Paris angekommen hatten wir noch etwas Zeit und haben uns in ein zwielichtiges Café gesetzt. Glücklicherweise konnten wir dann schon relativ bald ins Zelt. Die Nachmittagsshow ging um 14:30 los. Unsere Sitzplätze waren ziemlich gut (auch wenn die Organisation wie im Vorjahr schon sehr chaotisch war). Und es gab wirklich jede Menge toller Acts zu sehen - neben wenigen sehr sehr seltsamen. Zwischen den Shows sind wir dann noch was trinken gegangen und die Abendshow, mit Livestream auf Arte, fing um 20:30 an. Auch hier war der Großteil der Darbietungen wirklich sehenswert. Meine Favoriten waren der verrückte chinesische Handstandkünstler (siehe Foto), die Barcode Company mit einer Russian Bar Performance, eine Hand-to-hand Duo namens Julius & Cesar, und ein Cyewheel Act waren meine Favoriten. Die Gewinner der Medaillen und Sonderpreise findet man hier.
Glücklicherweise konnte ich die gesamte Heimfahrt schlafen. Trotzdem bin ich daheim angekommen (um 7:00) erstmal ins Bett gefallen. Der restliche Tage war trotzdem noch recht produktiv, ich wollte lieber nachts als tagsüber schlafen. Am Montag, also gestern, ging dann der ganz normale Schulalltag wieder weiter. Ein bisschen Müdigkeit ist trotzdem noch übrig geblieben ;)

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