Sonntag, 11. November 2018

Pre-Production und normale Woche

In der Woche nach den Ferien hatten wir direkt unsere Pre-Production. Das ist eine Woche in der unser director für die diesjährige Gruppenshow kommt und mit uns arbeitet, um uns kennenzulernen. Denn im 3. Jahr ist das erstmals jemand von außerhalb der Schule.
Unser director ist Francesco Sgro aus Italien. Der hat schon in den vergangenen 4 Jahren 2 Shows für Codarts gemacht.
Und die Woche war wirklich toll. Wir haben viel Improvisation gemacht, aber auch gesprochen über Dinge wie
Was ist zeitgenössisch?
Wo sind die Grenzen zwischen Kunstformen?
Was sind die Möglichkeiten für Zirkus als Kunstform?

Wir haben auch verschiedene Improvisationen in unserer Spezialisierungen gemacht. Und versucht einen Namen zu finden, für eine Show über die wir noch gar nichts wissen :D Außerdem mussten wir auch schon ein Foto machen, denn wir werden die Show ja im Korzo-Theater in Den Haag aufführen und die brauchen diese Infos für ihre Homepage und solche Sachen. Sehr lustig war das für uns.
Auf jeden Fall war die Woche sehr unterhaltsam und inspirierend und ich glaube wir werden viel Spaß haben im Creation-Prozess.

Die Woche danach war dann wieder wenig ereignisreich. Mein Nacken wird langsam besser, auch wenn er besonders morgens noch ein bisschen zwickt. Aber ich konnte endlich wieder ein bisschen Trampolin springen, und es macht so viel Spaß! Dummerweise habe ich es dann am Donnerstag geschafft, meine Schulter in irgendeiner Art zu verletzen. Wir mussten nämlich in Compo zeigen, wie weit wir mit unseren Portraits sind. Da ich nicht die einzige war, die was zeigen musste war ich nicht mehr ganz warm als ich dran war und habe somit irgendwas doofes gemacht. Nunja.

Ansonsten: Es gibt einen neuen Lehrer für Handstand und Akro bis Mitte Dezember, Mikael heißt der. Bisher habe ich viel Spaß in seinem Unterricht, besonders in den Akrobatik-Stunden. Mal sehen wie das so weiter geht.
Jetzt sitze ich im Zug und bin auf dem Rückweg von Deutschland. Ich war nämlich tatsächlich für einen einzigen Tag da, um bei der Taufe meines Cousins inklusive Überraschung-Hochzeit meiner Patin dabei zu sein. Und jetzt also wieder nach Rotterdam!

Circa in Auch, Teil 2

Hier die Liste der restlichen Shows die ich in Auch gesehen habe:

Meteore - Companie Aleas
Eine Frau und ein Mann und eine Leiter. Sehr ruhig und minimalistisch, aber interessantes Material. Leider nach den vielen anderen Shows die ich schon gesehen hatte nicht wirklich überzeugend für mich.

Saison de Cirque - Cirque Aital
Sehr unterhaltsam und technisch grandioses Level. Auch wenn man sich wohl drüber streiten kann wie zeitgenössisch diese Show ist, da das Konzept sehr auf traditionellem Zirkus beruht und damit nur bedingt bricht. Aber ich war bestens unterhalten und es war eine nette Abwechslung mal eine Show zu sehen, die einen nicht gleich in philosophischem Gedankenwirrwarr zurückließ.

Projet PDF - Portes De Femmes
Absolut fabelhaft! 14 Frauen, die Hand-zu-Hand-Akrobatik machen und stark sind und sich kritisch auseinander setzen mit dem Frau-sein und der Gesellschaft. Einer meiner Favoriten! Und für Circusstad nächstes Jahr in Rotterdam auf dem Programm, wo ich es mir definitiv nochmal ansehen werde!

Me, Mother: Cirque, Scene et Maternité
Keine verrückte Zirkusshow als viel mehr eine Performance mit Gesprächsrundencharakter, nur für das Festival in Auch kreiert und sehr sehenswert. 5 Frauen auf der Bühne, davon 2 (hoch)schwanger und 3 frisch gebackene Mütter berichten von ihren Erfahrungen wie man Mutter-sein mit dem Zirkusleben verbinden kann. Obwohl ausschließlich auf Französisch habe ich alles gut verstehen können und fand es sehr interessant.

Des Gens Qui Dansent - Naif Production
Davon habe ich mir viel erwartet, da es sich um 5 Akrobaten gehandelt hat. Leider wurde ich enttäuscht, es gab viel unnützes Gerede und wenig Bewegung. Hat für mich nicht funktioniert wie alles zusammengestöpselt wurde. Die wenigen Akrobatik-Szenen die es gab waren aber sehr schön.

L'Ouest Loin - Olivier Debelhoir
Sehr kurz, wieder viel Französisch und meine letzte Show. Ich gebe zu ich war nicht mehr sehr aufnahmefähig. Fand es aber nicht schlecht. Konzept ein bisschen à la: wie krieg ich Zirkus in normale Gegenstände, die sonst kein Mensch miteinander kombinieren oder so benutzen würde?

Das waren also all meine Auch-Erfahrungen. Ich habe mich am Ende gefühlt wie nach einem ausgiebigen Museumsbesuch, nicht mehr in der Lage noch mehr zu verarbeiten. Es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, ich will gerne wieder hin in den nächsten Jahren. Es war toll so viele verschiedene Shows sehen zu können!

Sonntag, 28. Oktober 2018

Circa in Auch (und Vorferienwoche?)

Okay, die Woche vor den Ferien war wieder super ereignislos. Abgesehen davon, dass ich dienstags beim Trampolinspringen einen steifen Nacken bekommen habe, schon wieder und diesmal ganz und gar grundlos. Donnerstagmorgen habe ich mir dann von einem Sporttherapeuten eine Massage geben lassen. Die hat ein bisschen geholfen, allerdings habe ich nachts immer noch Probleme. Mir scheint, da ist ein Wirbel ein bisschen verrutscht. Wie dem auch sei, viel mehr habe ich gar nicht zu berichten. Dafür war meine Ferienwoche sehr ereignisreich.
Ich bin am Freitagabend um 7 zusammen mit Kolja in den Bus nach Toulouse gestiegen. Samstags waren wir um halb 1 da und haben Liza und Elias getroffen und direkt den nächsten Bus nach bestiegen, nach Auch. Da findet jährlich das Circa Festival du Cirque Actuel statt. Normalerweise während unserer Schulzeit, dieses Jahr aber tatsächlich in den Ferien. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Genächtigt habe ich bei einer Frau aus Auch, die ich gefunden habe über ein Zirkusmädchen, das beim Festival volunteert hat. Das war also schonmal erledigt. Das Wetter war tagsüber wunderbar, nochmal so richtig warm und sonnig. Abends dann dafür umso kälter. Und Auch ist auch ein echt putziges kleines Städtchen, mit riesiger Kathedrale auf einem Berg und vielen kleinen Gässchen. Wie dieses riesige Zirkusfestival da entstanden ist weiß ich nicht genau, aber jetzt ist es auf jeden Fall ein Ding. Ich war bis Donnerstag dort, denn auch der Rückweg war wieder 18 Stunden und ich wollte mich noch schön ausruhen bevor die Schule wieder losgeht.
Und dann habe ich einen ganzen Haufen Shows gesehen. Hier als eine kleine Auflistung, ohne große Erklärung denn sonst käme ich in nächster Zeit zu gar nichts mehr.

Brut - Marta Torrents
Nicht komplett überzeugend, aber mit einigen schönen Szenen und guten Bewegungskünstlern

Abaque - Cirque Sans Noms
Zauberhaft Atmosphäre im Zirkuszelt, ein wenig trist aber sehr charmant, mit ein bisschen Jonglage und Pferd. Einer meiner Favoriten

100% Circus - J. Auger & M. Hobbits Filtenborg
Hat mir persönlich nicht sehr zugesagt, zu fragmentiert. Allerdings cooler Moment mit Stangenbalance auf Schulter.

Zooo - Cnac (3rd year)
Das dritte Jahr von Cnac hat eine Show von 2004 re-kreiert. Cooles Konzept mit 3-geteilter Bühne, aber zu viele Leute und zu wenig Bühnenpräsenz.

L'Absolu -  Cie Les Choses de rien
Absolut sehenswert. Unglaublich was alles möglich ist. Sehr bildstark und poetisch und abstrakt.

Dans Ton Coeur - Akoreacro
Technisch unglaublich, gut konzipierte Show, allerdings nicht mein Geschmack. Zu konkret, eine typische Liebesgeschichte.

Strach - A Fear Song - Théatre d'un jour 
Trio-Akrobatik in Kombination mit einer klassischen Sängerin und einem Pianisten. Ziemlich grandios.

Red Haired Men - Alexander Vantournhout
Darauf habe ich mich sehr gefreut, leider nicht alle Erwartungen erfüllt. Interessante research, irgendwie kam aber nichts rüber.

Okay. Das waren 8. Ich habe noch 7 mehr gesehen, allerdings gerade keinerlei Lust mehr die alle zu verlinken. Das folgt also noch.
Jetzt meinen letzten Ferienabend genießen.

Sonntag, 14. Oktober 2018

Freundesbesuch und Lehrerschwund

Ich sitze gerade im Zug nach Rotterdam und weiß nicht genau, wo mein letzter Eintrag aufgehört hat. Deshalb gibt es heute ein Spezial – ich erzähle von hinten!
Gut, dass ich das ganze schon mit der Zugfahrt eingeleitet habe, cleverer Schachzug, das weckt doch direkt des Lesers Interesse.
Ich bin also auf dem Heimweg von Tilburg. Da findet seit Freitag (und noch bis zum 21.10.) das Circusfestival Circolo statt. Weil Dries, mein Freund, bei einer Kompanie, die dort vertreten ist sein Paktikum macht, habe ich die Chance genutzt mich einzuschleichen. 
Das Gelände ist relativ groß und es stehen mehrere wundervolle Zirkuszelte rum, außerdem gibt es ein Kinderkarussell, eine sich drehende Bar, viele Herbstbäume, und natürlich einen riesigen Bereich für die hungrigen Gäste. Die Kompanie bei der Dries sein Praktikum macht heißt Les Malunés, und besteht aus 5 Artistinnen die aus Belgien, Frankreich und England kommen. Außerdem gibt es noch 2 Musiker und dann noch 3 Techniker. Dries hat den Transporter seines Vaters bekommen und mit jeder Menge Kram (Lattenrost, schmale Matratze, Fahrrad, Lampe, neu-erworbene Miniheizung, Besteck, Teller, Handtuch, Mini-Wäscheständer und noch etlichen Dingen mehr) zum zeitweisen Heim umfunktioniert. Damit steht er also hinter dem Zelt der Malunés, wo auch all deren Wohnwägen stehen. Da habe ich mich für 2 Nächte einquartiert. Ich bin nämlich schon am Donnerstagabend nach der Schule mit nach Tilburg gefahren. Dries musste an dem Tag zur Schule kommen, um die Compo-Stunde mitzumachen. Und weil ich am Freitag ja nur Trampolin habe und sowohl mein Lehrer krank war als auch ich halb-invalide, habe ich mich davon geschlichen (denn eigentlich hätte ich am Freitag-Morgen trotzdem um 9 Uhr auf der Matte stehen müssen um mich in die Anwesenheitsliste einzutragen). Am Donnerstagabend konnte ich dann direkt die Show der Malunés sehen, Forever, Happily. Die fand ich wirklich toll. Dabei werden Märchen aufgegriffen und kritisch betrachtet, vor allem das Frauenbild. Fand ich super. Am Samstag habe ich mir die Show dann direkt nochmal angesehen. Das Wetter war fabelhaft, traumhafte Herbsttage mit Sonnenschein und bunten Blättern.
Bevor ich zum Festival bin gab es nicht so viel zu tun, denn (wie schon erwähnt) ich habe mir schon wieder eine Blessur zugezogen. Darin bin ich zur Zeit sehr gut. Naja, deshalb konnte ich nicht sonderlich viel springen. Und außerdem ist mein Lehrer, Franklin, seit Dienstag nicht mehr da. Es gab nämlich dummerweise Probleme mit seinem Visum. Weil die Schule es nicht so wirklich hingekriegt hat, das rechtzeitig zu lösen stehen jetzt eine Menge Leute ohne Lehrer da. Ich bin ziemlich genervt, weil die Schulleitung das überhaupt nicht kommuniziert hat und ohne die schulinterne Gerüchteküche alle erst am Tag seiner Abreise davon erfahren hätten. Nun ja, jetzt ist er weg und das lässt sich nicht mehr ändern. Eventuell kommt er wieder im Februar, allerdings ist das eher unwahrscheinlich. 
Am letzten Wochenende ist ein Freund von mir, Jan, der die ganze vorletzte Woche zu Besuch war, abgereist. Ansonsten war nichts besonderes los. In der Woche auch nicht, weil ich immer noch einen steifen Nacken hatte und außerdem Jan zu Besuch war. Dementsprechend sind wir ein bisschen gemeinsam durch die Stadt getingelt, ich habe mir eine neue Jacke im 2nd-hand-Laden gekauft, wir saßen am Wasser und im Café und haben viel gelabert. 
So. Ich glaube das wars dann auch schon ;)

Sonntag, 30. September 2018

Kurzzusammenfassung, keine Zeit

Man sollte meinen, dass ich mit den ganzen Freistunden viel Zeit habe. Aber irgendwie ist das so gar nicht der Fall. Jetzt bin ich schon wieder schrecklich müde, hier also eine Kurzzusammenfassung der letzten 2 Wochen.
Unter der Woche war wirklich fast nichts besonderes los. Am Donnerstag habe ich mich mit Mario aus dem vierten Jahr gedehnt, der schreibt nämlich seinen TAP darüber, wie Männer im Zirkus beweglicher werden können und deshalb bietet er 2x die Woche eine Stunde Streching an. Das wollte ich mir auch mal ansehen.
Ansonsten das übliche, Handstand wird besser, Akro war anstrengend und auf dem Trampolin habe ich das erste Mal wieder doppelten Rückwärtssalto gemacht nach den Ferien.
Am Wochenende war auch nichts besonderes, ich hab mich am Samstagabend mit Johannes getroffen, weil der sich noch entscheiden musste für ein TAP-Thema und Ratschläge gesucht hat. Und dann am Sonntag bin ich krank geworden, sodass ich bis einschließlich Dienstag nur im Bett lag und gar nicht in die Schule konnte. Dafür habe ich mein PP-Paper in der Zeit weiterschreiben können. Am Mittwoch war ich dann wieder in der Schule, da habe ich allerdings nur 2 Stunden Unterricht. Und am Donnerstag habe ich es dann geschafft in meiner 2. Stunde beim Trampolinspringen eine kunstvolle Bruchlandung hinzulegen, die in einem sehr steifen Nacken resultierte. Dementsprechend konnte ich den Rest des Tages nur zuschauen und am Freitag, wo ich ja sowieso nur freiwillige Stunden gehabt hätte bin ich dann auch zuhause geblieben. Immerhin konnte ich mir Gedanken machen über mein Compo-Assignment, und gerade eben habe ich auch noch mein musical moodboard abgeschickt. Außerdem habe ich am Wochenende 2 Shows by CirqueMania im Korzo-Theater in Den Haag gesehen. Einmal die Show Go North and see what those strangers do von der Kompanie Panama Pictures. Das war sehr interessant, aus 2 Gründen. Zum einen habe ich endlich mal Tarek (zeitweise Vertretungslehrer für Akro) auf der Bühne gesehen. Außerdem ist der Fokus dieser Kompanie das Mischen von Zirkus mit Tanz - und es gab relativ viel acro dance. Das war sehr schön zu sehen. Und die zweite Show war am Samstag Face Nord von Un Loup pour l'homme, aber ein Recast mit komplett weiblicher Besetzung. Die Show an sich hat mir nicht so gut gefallen, aber danach gab es eine Gesprächsrunde, die sehr interessant war.
Jetzt bin ich hundemüde und gehe schlafen.

Montag, 17. September 2018

Erste Woche, erster Muskelkater

So, die erste richtige Trainingswoche ist auch schon wieder rum.
Abgesehen davon, dass mein Stundenplan so löchrig ist wie ein Schweizer Käse und wir diese Fächer selbst stopfen sollen, kann ich nicht klagen.
Allerdings müssen wir für physical preparation jetzt ein eigenes Aufwärm-, Ausdauer- und Krafttraining entwickeln. Außerdem müssen wir uns 4 Ziele setzen, die wir bis zum Ende des Jahres erreichen wollen. Die müssen wir anatomisch analysieren und entsprechende Übungen aussuchen. Ein Heidenspaß!
Unser erstes Assignment für Compo haben wir mittlerweile auch schon gekriegt. Jeder hat eine andere Person aus der Klasse zugeteilt bekommen (supergeheim natürlich!), die als Inspiration für einen Act dienen soll. Außerdem sind wir in 3er-Gruppen eingeteilt, in denen wir gegenseitig für die Musik des Acts verantwortlich sind. Für mich als absolutes Musik-Genie natürlich gar kein Problem, pah. Das wird auf jeden Fall interessant.
Der Unterricht war ansonsten eher entspannt, wir müssen ja alle wieder erstmal reinkommen. Dieses Jahr gibt's außerdem extra angebotene Unterrichtsstunden in Trampolin und Acro für C3 und C4. Die haben wir letztes Woche das erste Mal ausprobieren können. Trampolin am Dienstag von 17:45 bis 18:45, eine himmlische Zeit. Mit neuem Lehrer. Der heißt Marc und unterrichtet ein bisschen alles: Cyrwheel, Chinese Pole, Acro, Trampolin und physical preparation für C1. Das war gar nicht mal so schlecht.
Außerdem war am Donnerstag ein Vertretungslehrer für Nikolay da, Joris. Bei dem hatte ich dann auch nochmal Trampolin. Das war gar nicht schlecht, obwohl ich noch gar nicht wieder in Übung bin nach zweimonatiger Sommerpause.
Mein Freitag ist aktuell noch komplett leer - aber ich habe vor bei diesen freiwilligen Stunden mitzumachen, um ihn ein bisschen zu füllen.
Das Wochenende war eher unspektakulär. Am Samstag war ich im Zentrum, da fand ein Skate-Contest statt, was mich ein bisschen in alte FGH-Tage versetzt hat.
Jetzt bin ich schon wieder voll in der neuen Woche!  

Sonntag, 9. September 2018

Er ist wieder da...

Tatsache, dieser Blog ist noch nicht tot. Wenn auch in einem über-langen Sommerschlaf gewesen. Aber ich werde den erneuten Versuch starten hier wöchentlich zu berichten, hauptsächlich wohl für meine liebe Mama ;)
Außerdem werde ich probieren einen Bericht über die letzten Schulwochen vor den Ferien nachzureichen. Wie dem auch sei, jetzt erstmal zum aktuellen Tagesgeschehen:
Ich bin zurück in Rotterdam! Und die erste Schulwoche ist auch schon um. Außerdem hat meine Schwester sich an mich rangehängt und mich hier besucht.
Ich hatte noch ein paar Tage Ferien, bevor es losging. Meine beiden Mitbewohner wohnen jetzt auch in unserer neuen Wohnung und ich muss mich noch ein bisschen dran gewöhnen, dass es nicht mehr alleine hier bin.
Am Montag gab es einen kurzen Herzlich-Willkommen-Moment, wo die neuen Lehrer und Schüler und auch alle alten Lehrer und Schüler sich gegenseitig umarmt haben und die gleichen Geschichten über den Sommer immer wieder zu erzählen begonnen haben, um von einem neuen oder alten Schüler oder Lehrer unterbrochen zu werden um eine Umarmung auszutauschen und erneut eine Geschichte über den Sommer zu beginnen. Sehr verwirrend!
Das Programm der ersten Schulwoche ist ja immer ein bisschen anders. Wir konnten uns entscheiden zwischen 2 Workshops: entweder Aero-Dance oder Composition through Improvisation and Technique. Ich habe mich für letzteren entschieden. Der wurde von Juan und Birgit unterrichtet und außerdem waren wir auch mit dem zweiten Jahr gemischt. Achja, breaking news: Ich bin jetzt im dritten Jahr! Hilfe!
Der Workshop ging jeden Tag 3 Stunden und wir haben viel improvisiert und ein bisschen Technik eingebaut und versucht kurze Sequenzen zu erarbeiten. Die haben wir dann am Donnerstag in einem Park (der sehr sehr schön war, ganz ungewohnt von Rotterdam) aufgenommen und ein lieber Jakob hat ein Video daraus geschnitten, dass wir dann am Freitag an die Wand projiziert haben und davor noch ein bisschen rumgeturnt. Die anderen Jahrgänge haben auch eine Kleinigkeit gezeigt, was sehr interessant. Vor allem natürlich die neuen C1-StudentInnen. Eine lustige Klasse. Nur 13 Leute, davon 10 männlich und 6 deutsch. Aber alle ganz nett! Und sehr gut, was ich bisher gesehen habe.
Am Freitag fand natürlich auch die erste Party des Jahres statt, für mich dank neuem Wohnort direkt schräg gegenüber gelegen. Deshalb sind wir auch nochmal nach Hause, als wir bei unserem ersten Besuch feststellen mussten, dass noch niemand da war. Danach war es dann trotzdem ganz nett und ich bin erstaunlich lange geblieben und hatte erstaunlich viel Spaß. Am Samstag ging es dann direkt weiter nach Belgien zum Gartenfest von Dries' Eltern. Das war auch sehr schön, wenn auch ein wenig von Müdigkeit getrübt. Jetzt bin ich wieder zu Hause um Bett und sehr müde und morgen geht das richtige Training los. Meine Schwester geht morgen auch los, nämlich zurück nach Deutschland.
Achja, wir müssen ab morgen unser eigenes Aufwärm- und Krafttraining machen und dafür auch einen Plan schreiben und Ziele festlegen und es scheint alles ganz kompliziert zu sein aber ich hatte noch keine Zeit genau darüber nachzudenken, weil ich ja nach der Schule mit meiner Schwester unterwegs war. Wird nachgeholt. Jetzt wird Schlaf nachgeholt (wissenschaftlich erwiesen: das geht!).

In Zukunft vielleicht weniger knappe Einträge, vielleicht noch knapper. Mal sehen!