Montag, 17. April 2017

Was für eine Woche! - Teil 1

Die vergangene Woche war vollgepackt bis zum Geht-nicht-mehr. Deshalb hier ein Rückblick in zwei Teilen. Im ersten hier werde ich von der Einführungswoche bei Villigst berichten und im zweiten Teil dann von meinem Wochenende in Antwerpen bei der Extreme Convention.
Wie ich schon einmal erwähnt habe, wurde ich als Stipendiatin beim evangelischen Studienwerk Villigst angenommen. Diese Woche fand die Einführungsveranstaltung statt, bei der wir über alles mögliche informiert wurden. Am Montagmorgen bin ich also mit dem Zug nach Schwerte gefahren, zum Haus Villigst. Auf dem Weg habe ich schon ein paar bekannte Gesichter getroffen, die mit mir bei der Hauptauswahl waren und die auch angenommen wurden. Außerdem habe ich natürlich auch jede Menge neue Leute getroffen (zum Glück gab es später Namensschilder für alle!). Nachdem alle ihre Zimmerschlüssel hatten, ihr Namensschild und ihre Fahrtkosten angegeben hatten (was bei ca. 120 Leuten ein bisschen länger gedauert hat) ging es los mit der offiziellen Begrüßung. Da haben sich die verschiedenen Studienleiter, die jeweils für unterschiedliche Studienorte zuständig sind, und das stipendiatische Betreuungsteam der Einführungswoche vorgestellt. Dann ging es in Kleingruppen weiter zu einer Feedback-Runde, bei der wir Fragen zur Hauptauswahl und zum Auswahlverfahren beantwortet bekamen und zudem eigene Kritikpunkte vorbringen konnten. Anschließend gab's einen Vortrag zur Geschichte des Studienwerks, was ziemlich interessant war. Das Studienwerk gibt es nämlich schon fast 70 Jahre und anfangs lief das alles noch ein bisschen anders. Wer gerne mehr darüber wissen möchte, kann hier auf der Seite des Studienwerks mehr erfahren. Danach gab es noch einen Vortrag (davon gab es im allgemeinen recht viele) zu unseren Rechten und Pflichten als StipendiatInnen. Zu den Pflichten zählen beispielsweise Jahresberichte zu schreiben, das Studienwerk öffentlich zu repräsentieren und bei Veranstaltungen zu helfen. Es ist allerdings wirklich nicht viel im Vergleich zu dem, was wir geboten bekommen - man kann sich also nach eigenen Wünschen mehr oder weniger einbringen. Zu unseren Rechten gehört unter anderem die Mitgestaltung des Studienwerks und seiner Veranstaltungen durch die Möglichkeit in verschiedenen stipendiatischen Gremien mitzuwirken. Dann gab es Abendessen und danach noch einen Gottesdienst am Abend. Dazu gibt es zwei Dinge zu sagen: Das Essen im Haus Villigst ist unglaublich lecker! Und alle Gottesdienste und Andachten sind freiwillig. Ein Grundprinzip der Villigster ist es nämlich, Diversität zu pflegen und das auch innerhalb des Studienwerkes. So können auch Studierende anderer Glaubensrichtungen oder Nicht-Gläubige aufgenommen werden. Wichtig ist, dass man offen ist für andere Ansichten und bereit dazu, sich über alles auszutauschen.
Den Abend haben wir dann auf der Treppe ausklingen lassen. Die Treppe, das ist sozusagen der universelle Treffpunkt im Haus Villigst. Im Haupthaus gibt es diese wunderschöne, geschwungene, alte Treppe, die sich hervorragend eignet um sich darauf und drum herum zu versammeln. Selbstredend passiert das dann auch regelmäßig.
Am Dienstag ging es dann los mit einem Treffen in den Konventsgruppen. Das sind sozusagen die Gruppen der jeweiligen Studienorte. Weil ich ja im Ausland studiere und das nicht allzu viele Leute tun, gibt es für die Niederlande nur einen Konvent. Da finden trotzdem regelmäßig Treffen statt und man kann sich auch dort engagieren. Danach gab es eine Rallye durch die Geschäftsstelle, wo wir einige Mitarbeiter treffen konnten und außerdem ein paar lustige Aufgaben zu lösen hatten. Danach gab es noch zwei Vorträge und dann verschiedene Sportprogramme (Villigster Netzwerk, Dietrich Bonnhoeffer, Lindy Hop). Und nach dem Abendessen fand der AltvilligsterInnenabend statt. Das war super interessant. Ehemalige StipendiatInnen aus unterschiedlichen Berufsfeldern und Altersklassen waren da und haben uns von ihren Erfahrungen mit dem Studienwerk erzählt und was sie jetzt so machen. Da waren Leute, die in den Anfangsjahren von Villigst gefördert wurden genauso wie junge Leute, die erst seit wenigen Jahren mit dem Studium fertig sind. Ein wirklich toller Abend.
Der Mittwoch ging genauso spannend weiter. In etlichen Vorträgen wurden uns das Bildungsprogramm, der Senat und das Auslandsressort vorgestellt. Außerdem waren StipendiatInnen da, die uns von ihren Auslandserfahrungen mit Villigst erzählt haben. Und da waren wirklich alle möglichen Länder dabei (Chile, Tansania, Norwegen, Frankreich und noch einige mehr). Am Nachmittag ging es dann los mit der Vorbereitung für die Party am Abend. Die stand unter dem Motto "Hollywoods Helden". Deshalb gab es auch entsprechende Deko, Musik und Kostümierung. (Wie wir alle wissen sind Partys nicht so mein Ding - weshalb ich nicht allzu lange geblieben bin. Berichten zufolge war es aber eine tolle Feier.)
Donnerstags war dann nicht mehr viel los. Frühstück, Zimmerräumung, Feedback-Runde, Verabschiedung. Jede Menge Kontaktdatentausch und noch ein Spaziergang durch den tollen Park (siehe Fotos). Dann ging es zurück nach Rotterdam, wo ich direkt zur Schule bin, um die Ergebnisse der Auditions mitzuerleben. Und danach dann schon wieder eine Party, wo ich es ausnahmsweise mal länger ausgehalten habe ;)
Und am Freitag dann bin ich auch schon wieder weiter gedüst, diesmal nach Antwerpen. Mehr dazu im nächsten Post.


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