Samstag, 18. März 2017

Invaliden-Leben

Diese Woche ist herzlich wenig passiert, da ich dank meines kleinen Unfalls letzte Woche größtenteils aussetzten musste. Am Samstag habe ich mich abenteurlicherweise auf den Weg zum Supermarkt gemacht (da niemand meiner Mitbewohner zu Hause war) – ich bin mit den Krücken los und hatte danach das Gefühl, den ganzen Tag ausgiebig trainiert zu haben. Das war dann allerdings auch schon der Höhepunkt meines Wochenendes. Den Rest habe ich, einschließlich Montag, im Bett verbracht (natürlich mit hochgelagertem Fuß) und gelesen. Seit Freitag habe ich 5 Bücher gelesen (was mich meinem Ziel bis Ende des Jahres 30 gelesen zu haben ein gutes Stück näher bringt). Dienstagmorgen bin ich dann mit den Krücken in die Schule gekraxelt (das hat eine ganze Stunde gedauert), um dann meinen Klassenkameraden beim Unterricht zuzusehen und Socken zu stopfen. Besser als nur daheim rumzusitzen. Mittwochs bin ich erst später in die Schule, da ich Freistunden gehabt hätte und ja sowieso nichts anderes machen konnte. Circus Time war diese Woche allerdings richtig toll, es gab so viele Leute, die was zeigen wollten, dass wir sogar überzogen haben. Am Donnerstag kam dann das absolute Wochenhöhepunkt. Morgens war eine Mail vom evangelischen Studienwerk in meinem Postfach. Nach einem kurzen Zögern, ob ich den Anhang wirklich öffnen soll (das sich angefühlt hat wie eine halbe Stunde nachgrübeln) konnte ich erst gar nicht glauben, was da steht: Ich bin angenommen worden als Stipendiatin beim evangelischen Studienwerk Villigst! Wo ich es jetzt so schreibe, kann ich es immernoch nicht richtig glauben. Ich freu mich riesig, das ist wirklich unglaublich toll! Im April geht es los mit einer Einführungswoche in Schwerte (dort musste ich auch zur Hauptauswahl hin und es ist super schön!). Seit Donnerstagmorgen kriege ich also das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht :)
Außerdem am Donnerstag: Ich hatte einen Termin bei Vicky, unserer Physiotherapeutin. Die hat sich meinen Fuß angeschaut und bestätigt, dass es sehr wahrscheinlich wieder was mit den Bändern ist (aber wahrscheinlich ein anderes, juche!). Aber sie meinte wenn ich es jetzt nicht zu schnell angehe und noch ein bisschen pausiere, sollte es insgesamt doch recht schnell gehen bis ich wieder einsteigen kann. Also immerhin semi-gute Nachrichten. Achja, außerdem hatten wir eine Stunde früher Schluss, und das bei schönstem Sonnenschein. Den halben Tag habe ich draußen verbracht und mich gefreut, wie schön die Sonne scheint und was für ein Glück ich doch habe. Der Frietag war dann wieder nicht allzu spektakulär. Ich bin später zur Schule gekommen, weil ich bei Ballett nicht wirklich mitmachen kann, danach habe ich bei einer Stunde zugeschaut und anschließend sogar ein bisschen beim Krafttraining und Dehnen mitmachen können. Und jetzt bin ich im Zug auf meinem Weg nach Deutschland, denn dieses Wochenende gebe ich einen Workshop bei einem Tanzverein – darauf freu ich mich schon!

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